Meg Whitman hat jüngst ein Interview mit dem Magazin CRN geführt (speziell Seite 13 und 14) und wurde dabei natürlich auch auf webOS und den Mitarbeiterschwund angesprochen. Sie sagte dabei, dass es eine harte Zeit war für das webOS-Team das HP aufbaute. Dies lag vor Allem daran dass zwischen August und November komplette Funkstille war und kein Plan bestand, viele hat das frustriert und haben sich neu umgesehen. Nun gibt es eine neue Vision, die HP mit webOS erreichen will und manche mögen diese Vision, manche nicht, jedoch glaubt sie dass die Entscheidung webOS als Open Source weiterhin bestehen zu lassen eine sehr Gute war.
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Wie sieht die Zukunft von webOS nun aus?
Gestern hat Meg Whitman angekündigt dass webOS in Zukunft unter einer OpenSource Lizenz steht und somit jeder die Möglichkeit hat sich an der Entwicklung zu beteiligen. Grob bedeutet das also, dass die Hersteller (ähnlich wie bei Android) das System nehmen können und auf ihren Geräten installieren können. HP will dabei das Projekt unterstützen und vor allem auch der Fragmentierung entgegenwirken. In einem Interview sagte Meg Whitman nun dass HP irgendwann eventuell auch noch selbst Tablets herstellen will, dies geschieht jedoch nicht 2012 denn da will man sich auf Windows 8 Tablets konzentrieren. Für Smartphones sieht es wie ich vermutete eher schlecht aus. Meg Whitman glaubt nicht dass HP jemals wieder in das Geschäft einsteigen will, was andere Hersteller mit webOS machen liegt natürlich nicht in der Hand von HP.
Um die nötige Bekanntheit und Durchsetzung zu erreichen ist ein langer Prozess nötig, der 4 bis 5 Jahre gehen wird. Dies ging bei Mozilla oder Red Hat auch nicht schneller. HP will diesen Prozess begleiten und werden nicht sagen “Wenn webOS nach einem Jahr nicht perfekt ist sind wir raus aus der Sache”. Die Hardwarehersteller haben nun die Chance webOS auf ihre Geräte zu packen, als Tablet-Betriebsystem wäre es neben Android natürlich sehr schick und im Zuge des Motorola-Kaufs durch Google auch bestimmt ein zweites Standbein. An Smartphones werden wir in nächster Zeit denke ich viele webOS-Ports auf diversesten Android-Geräten sehen, dass man damit nicht die breite Masse erreichen kann dürfte jedoch klar sein. Hier müsste HTC zum Beispiel mutig sein und einen Schritt wagen.
Meg Whitman betonte auch dass es Umstrukturierungen gebe bei den 600 noch verbleibenden webOS-Mitarbeitern. HP will natürlich dass sie Bestandteil dieses langjährigen Prozesses werden, jedoch wird HP schauen müssen wie sie ihr Geld investiert. Vom Prinzip her ist webOS ja nun wie ein kleines Startup.
Ob es die richtige Entscheidung für webOS war würde ich ganz deutlich mit “ja” beantworten. HP hat einfach nicht die Erfahrung um Tablets und Smartphones für die breite Masse zu bauen, einen zweiten Hersteller wie Apple aufzubauen ist einfach schwierig. Ein eventueller Käufer von webOS hätte es vielleicht eingestampft und sich die Patente eingesackt und dass das komplette Einstampfen durch HP schlecht wäre dürfte klar sein. So kann HP nun webOS auf Druckern oder sonstwo verwenden und kann ein schon wirklich gutes Betriebsystem auf Hardware-Hersteller loslassen.
Heute hat die neue HP-Chefin Meg Whitman die heiß erwartete Ankündigung gemacht (jetzt wirklich). Die Pressemitteilung dazu ging parallel online und enthält positive aber auch negative Dinge. WebOS wird in Zukunft von HP zwar weiterentwickelt und unterstützt, selbst werden sie aber keine Hardware mehr bauen und auch das System ansich wird nun komplett unter einer Open Source Lizenz veröffentlicht. HP will dabei sehr unterstützend wirken und die Kreativität der Community fordern. Auch das Enyo-Framework wird Open Source und kann somit frei verwendet werden.
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Meg Whitman (HP CEO) wird in einigen Tagen die Zukunft von webOS Verkünden und hat dabei mit Sicherheit für das Unternehmen und für die Mitarbeiter keine leichte Entscheidung zu treffen. Laut Gerüchten sprach sie vor einigen Tagen auf einer internen Sitzung über die Zukunft von webOS und lies dabei so einiges verlauten wo man rauslesen könnte dass es eventuell doch eine Zukunft in irgendeiner Weise gibt. Sie sagte grob folgendes:
Dies ist eine harte Entscheidung für HP. WebOS ist ein grandioses Betriebsystem. Es ist eine Schande was mit den Tablets und webOS geschah, weil (ein Applaus von ca. 1000 Leuten unterbricht sie) für Version 1.0 der Tablets und der Software war es gut. Und wir haben nicht einmal die Chance bekommen to Version 2.0 und 3.0 zu kommen. Gleichzeitig ist jedoch ein neues Betriebsystem zu supporten sehr teuer. Deshalb arbeiten wir an ein paar innovativen Lösungen die denke ich ganz positiv sind. Wartet aber noch 10 Tage.
Wie ich schon schrieb scheint es für Smartphones schlecht auszusehen was meiner Meinung nach vor allem an den US-Netzen liegt, HP kriegt von den Anbietern einfach kein Vertrauen mehr. Bei Tablets scheinen sie derzeit eine ganz gute Grundlage zu haben auf die sie weiter aufbauen können. Um irgendwann mit dem gewonnenen Vertrauen mal wieder Smartphones anzubieten?
HP will webOS verkaufen um es dann zu behalten?
“Manager-Entscheidungen die andere ausbaden müssen und ein ganzes Unternehmen drucheinanderbringen” oder auch “wie man eine Idee [1, 2] ordentlich gegen die Wand fahren kann”: So hätte man diesen Beitrag auch nennen können. Die Lage: Léo Apotheker hat webOS eine Absage erteilt, webOS für die HP Drucker ist vermutlich aber schon so weit vorangeschritten dass HP es darauf behalten möchte. Was macht man nun? Richtig, man verkauft webOS an einen Bieter unter der Bedingung dass man es von dem Käufer wieder rücklizensieren darf. Als mögliche Käufer stehen Gerüchteweise wohl gerade Intel und Qualcomm im Raum.
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