Ein Redakteur von Gizmodo USA hat den Palm Pre jetzt eine Woche als sein Hauptgerät nutzen können und beschreibt in einem ausführlichen Beitrag (deutsch) seine Eindrücke zum Gerät. Hier werde ich euch kurz die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

13  450xfloat=center pre review gizmodo Ausführliches deutsches Palm Pre Review

Hardware

Das Display ist das Beste, was die Jungs von Gizmodo je gesehen haben, denn obwohl es kleiner ist als bei seinen Konkurrenten hat es die gleiche Aufläsung. Der schwarze Rand sorgt für einen guten Kontrast und auch bei Sonneneinstrahlung lässt sich noch alles gut auf dem Display ablesen. Die Multitouch-Funktion ist die beste, die je in einem Gerät vorhanden war und reagiert besser als das Multitouch beim iPhone.

Bei der sonstigen Verarbeitung gibt es abzüge. Die untere Kante der Tastatur ist viel zu scharf und man kann sich ernsthaft daran schneiden. Ob Palm wirklich das so gewollt hat, dass man auch Käse mit dem sonst schicken Gerät schneiden kann bezweifel ich:

Um den Akkudeckel abzulösen muss man ihn gleich an 3 Punkten lösen und auch um an den MicroUSB Port ranzukommen braucht man Gewalt und man muss in Kauf nehmen, dass ein Loch entsteht.

Die Tastatur ist etwas zu klein geraten. Die Tasten fühlen sich gummiartig und klebrig an und bieten beim schnellen schreiben kein gutes Feedback. Außerdem hat der Pre keine Autovervollständigung, was sehr schwierig ist, wenn man sich mal ausversehen in der Taste verdückt. Minimale Autokorrektur gibt es nur bei kleineren Buchstabendrehern.

Der Akku hielt einen kompletten von 8 bis 21Uhr Tag bei starker Auslastung und bei ständiger Bereitschaft des AIM Client.  Am Ende des Tages waren noch 20% des Akkus vorhanden.

Die Kamera ist vergleichbar mit jeder anderen Handykamera. Der Lichtsensor ist zu schwach und macht im Dunkeln nur graulastige Bilder.

14  450xfloat=center pre review gizmodo2 Ausführliches deutsches Palm Pre Review

Software

Die Software ist das was Palm am besten hinbekommen hat. Die Jungs schreiben, dass die Menüs einfach toll aussehen und man es mithilfe von Gesten sehr einfach bedienen kann. Leider kann man nur 5 Anwendungen gleichzeitig auf dem Startbildschirm unterkriegen, was aber nicht wirklich weiter stört.

Beim Telefonieren gibt es ein paar kleine Hürden, die man nehmen muss. Man kann nicht direkt den Anfangsbuchstaben eines Namen eingeben, sondern muss durch alle Kontakte durchscrollen um den gewünschten Kontakt zu finden. Das ist schade, wird aber bestimmt noch ausgebessert.

Das Synchronisieren der Google und Facebook Kontakte funktioniert gut. Einziges Problem dabei: Man hat dann sehr viele Kontakte auf dem Palm Pre, mit denen man vielleicht einmal geschrieben hat und garnicht wirklich kennt.

Für das gute Multitasking ist das Gerät bekannt und das funktioniert auch wirklich sehr gut. Zum Starten eines neuen Programms muss man den virtuellen Knopf in der Mitte drücken und schon schiebt sich das laufende Programm zur Seite. Beim Multitasking muss man allerdings aufpassen, dass nicht zu viele Anwendungen gleichzeitig laufen, da sonst zum Beispiel die Musik ins Stocken gerät.

Der Launcher ist ein wenig kompliziert gestaltet. Man hat nur 3 Seiten durch die man durchscrollen kann und die Icons haben keine Beschriftung. Gerade am Anfang wird man also oft am Suchen sein, welche Anwendung man denn nun öffnen will.

Die Musik lässt sich Problemlos über iTunes auf den Pre befördern. Er wird als iPod erkannt und Synchronisiert somit fast problemlos die Musik und auch Videos in der Bibliothek. Der Videoplayer unterstützt mehr Formate wie der des iPhones.

Derzeit gibt es eine kleine Reihe von Anwendungen auf dem Palm Pre bzw. für webOS. Darunter sind Google Maps, DocView, Wecker, eine Fotoanwendung mit der man Bilder zu Facebook hochladen kann, natürlich ein Browser und eine YouTube Applikation. Programme für den App-Katalog dürfen nur Entwickler Programmieren, die von Palm beauftragt wurden. Dies ist gleichzeitig positiv aber auch negativ.

Den kompletten Artikel und viele Bilder vom Palm Pre findet ihr drüben bei den Kollegen von Gizmodo.